Tien-Shan

Tourismus auf Abrieb: Wie die Bebauung der Küste das Ökosystem des Issyk-Kul zerstört

Kirgisistan stellt jährlich neue Rekorde bei der Anzahl der Touristen auf, aber hinter den schönen Zahlen der Berichte verbirgt sich eine besorgniserregende Realität. Während neue Pensionen an den Ufern wachsen und ganze Städte geplant werden, verliert das ‚Auge des Tian Shan‘ seine legendäre Transparenz. An Stelle der gefällten Mehlbeeren-Dickichte – natürliche Filter des Sees – bleiben kahle Strände zurück, und das Fehlen von Kläranlagen führt dazu, dass gefährliche blau-grüne Algen im Wasser immer häufiger gesichtet werden. Der Prozess der Verschlammung und ‚Blüte‘ wird unter dem Druck der globalen Erwärmung und Abwässer irreversibel. Warum braucht das Land heute dringender denn je ein spezialisiertes wissenschaftliches Zentrum, das sich nicht nur mit der Überwachung, sondern auch mit der Rettung des Issyk-Kul-Ökosystems beschäftigt? Und welche Wahl müssen die Behörden treffen: die aggressive Bebauung der Küste fortsetzen oder den harten Weg der ökologischen Sanierung wählen, bevor der See zu einem Sumpf wird? Wir besprechen die Zukunft der ‚Perle‘, die Abholzung der Küstenwälder und die Verantwortung gegenüber den Nachkommen im Sender Sputnik Kirgisistan.

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