Mit Beginn des Sommers verwandeln sich die kirgisischen Berge in eine besondere, fast märchenhafte Welt. Für diejenigen, die dem Stadttrubel und der Hitze entfliehen und in die Natur eintauchen möchten, gibt es im Land viele malerische Ziele. Diesmal besuchten wir zwei der schönsten und saubersten Touristengebiete Kirgisistans — das Suusamyr-Tal und die Chychkan-Schlucht. Dies berichtet ein Journalist der Agentur Kabar.
Die Fahrt von Bischkek dauerte morgens etwa 2,5–3 Stunden bis zum Suusamyr-Tal. Die Straße selbst wird zu einer eigenen Reise: Nach der Überquerung des Too-Aschuu-Passes öffnen sich endlose grüne Weiten vor den Augen. Suusamyr im Juni erinnert an ein Märchen — das weite Tal ist wie mit einem grünen Teppich bedeckt, die Berge streben in den Himmel, und die Natur entfaltet ihre ganze Schönheit.
Entlang der Straßenränder stehen Reihen von Jurten, bei denen frisch gebackenes Brot, aromatisches Butterschmalz, Kuurdak, Kurut und natürlich der berühmte Suusamyr-Kumys verkauft werden. Für müde Reisende wird dies zu einem echten Genuss, und die Zahl der Touristen, die nationale Gerichte probieren, ist hier traditionell hoch.
In den letzten Jahren hat sich in Suusamyr Ethno- und Glamping-Tourismus aktiv entwickelt. Neben Jurten entstehen moderne Glamping-Häuser, die bei Touristen gefragt sind, die Komfort und Natur verbinden möchten. Hier kann man Gäste aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Ländern treffen, die die nomadische Kultur Kirgisistans kennenlernen.
Und in Kurorten, wo Kumys-Behandlungen angeboten werden, trifft man oft unsere Landsleute.
Weiter entlang der Straße Bischkek–Osch erreichten wir die Chychkan-Schlucht, die mit einer völlig anderen natürlichen Atmosphäre empfängt. Hohe felsige Berge und die direkt durch die Schlucht führende Straße vermitteln den Eindruck der Einheit von Natur und menschlicher Arbeit.
Für viele ist die Chychkan-Schlucht nicht nur ein Transitabschnitt der Straße, sondern ein Ort der Erholung fernab des Stadttrubels. Hier sorgen der kühle Bergwind, die reine Luft und das Rauschen des Flusses für ein Gefühl völliger Harmonie mit der Natur. Entlang der Straße bieten Einheimische Kumys, Butterschmalz sowie den berühmten Toktogul-Honig an, der bei Touristen, auch ausländischen, gefragt ist.
In den letzten Jahren hat sich die Chychkan-Schlucht zu einem der entwickelten Touristenzentren entwickelt: Hier wurden moderne Erholungszentren, Hotels und Cottages gebaut. Die Übernachtungskosten liegen im Durchschnitt zwischen 2.500 und 10.000 Som pro Tag, je nach Ausstattung und Komfortniveau.
Suusamyr und Chychkan sind ein lebendiges Beispiel für den natürlichen Reichtum, die Schönheit und die Gastfreundschaft Kirgisistans. Wer einmal hier war, strebt danach, wiederzukommen, um erneut die Einheit mit der Natur und die Ruhe der Bergtäler und Schluchten zu spüren.
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