Kirgisistan wird in diesem Jahr eines der größten internationalen Sportevents ausrichten. Zum ersten Mal in Zentralasien findet auf dem Issyk-Kul die Weltmeisterschaft im Motorbootrennen UIM F1H2O statt, die als Formel 1 auf dem Wasser bezeichnet wird. Die Organisatoren betonen, dass die Wettkämpfe die Förderung des touristischen und investiven Potenzials des Landes auf internationaler Ebene unterstützen werden.
Die erste Etappe der F1H2O-Weltmeisterschaft fand vom 29. bis 31. Mai in der italienischen Stadt Cagliari statt. Die nächste Etappe wird in Kirgisistan vom 31. Juli bis 2. August auf dem Issyk-Kul stattfinden, danach folgen Rennen in Shanghai und Dschidda und enden in Schardscha. Somit richtet Kirgisistan erstmals den Grand Prix von Zentralasien aus.
Zuvor traf sich der Präsident Kirgisistans Sadyr Dschaparow mit dem Präsidenten des Internationalen Motorbootverbands Raffaele Chiullini, wo Fragen der Erweiterung der Zusammenarbeit und der Durchführung internationaler Wettkämpfe im Land besprochen wurden. Es wurde festgestellt, dass die Austragung der Meisterschaftsetappe die Bekanntheit des touristischen Potenzials des Issyk-Kul erhöhen und die nationale Marke Kirgisistans auf der Weltbühne stärken wird.
Später hielt der Vorsitzende des Ministerkabinetts Adylbek Kasymalijew eine Sitzung ab, auf der er die zuständigen Behörden anwies, die Vorbereitungen für die Wettkämpfe sicherzustellen, und die Bedeutung des Turniers für die Förderung des Landes auf globaler Ebene betonte.
Es wird erwartet, dass 25 Sportler teilnehmen. Die Rennen werden live in mehr als 150 Ländern der Welt übertragen und erreichen ein breites internationales Publikum. Nach vorläufigen Schätzungen könnte die Veranstaltung etwa 10.000 Touristen nach Kirgisistan locken.
Laut dem Direktor der Staatlichen Agentur für Tourismusentwicklung Eduard Kubatow wird erwartet, dass die Wettkämpfe von etwa 500 Millionen Menschen weltweit gesehen werden. Er berichtete auch, dass im Zusammenhang mit der Meisterschaft Direktflüge aus dem Nahen Osten nach Tamtschy organisiert werden.
Kubatow wies darauf hin, dass in dem Dorf Baet in der Region Issyk-Kul Infrastrukturverbesserungen stattfinden. Seinen Angaben zufolge ist kein Großbau vorgesehen; es werden temporäre Konstruktionen errichtet, darunter Tribünen, Fernsehtürme, Bühnen und Zelte, die nach Abschluss der Wettkämpfe abgebaut werden.
Er fügte hinzu, dass im Gebiet neue Infrastrukturobjekte gebaut werden: etwa 2 Kilometer Straßen, Beleuchtungssysteme, ein Parkplatz mit 1.500 Quadratmetern und eine moderne Erholungszone am Ufer. Alle Arbeiten sollen im Juli abgeschlossen sein.
Nach Ende der Meisterschaft werden die temporären Bauwerke abgebaut und das Gelände in Ordnung gebracht. Die dauerhaften Infrastrukturobjekte bleiben den Einheimischen und Touristen zur Nutzung überlassen.
Vor dem Hintergrund der Vorbereitungen auf die Wettkämpfe wurden zuvor Bedenken hinsichtlich möglicher Umweltauswirkungen auf den Issyk-Kul geäußert. In diesem Zusammenhang gab die zuständige Einrichtung auf einer Pressekonferenz bei der Nachrichtenagentur Kabar Erläuterungen und wies darauf hin, dass Umweltprüfungen und Monitoring unter Beteiligung unabhängiger Organisationen und der Nationalen Akademie der Wissenschaften durchgeführt worden seien.
Laut Kubatow wurden die Anforderungen des Biosphärengebiets Issyk-Kul sowie die Erfahrungen internationaler Wettkämpfe berücksichtigt. Er stellte fest, dass ähnliche Etappen bereits auf UNESCO-geschützten Seen, darunter dem Toba-See in Indonesien, durchgeführt worden seien.
Es wird auch berichtet, dass Kirgisistan bei erfolgreicher Organisation die jährliche Austragung der Meisterschaftsetappe sichern könnte. Im Pilotformat werden in diesem Jahr Boote mit umweltfreundlichen Motoren an den Rennen teilnehmen.
Hinweis: UIM F1H2O wird seit 1981 ausgetragen und gilt als höchste Klasse des Motorbootrennsports. Die Boote können Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h erreichen, und das Publikum der Meisterschaft weltweit beträgt etwa 800 Millionen Menschen.
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