**Das Gesundheitsministerium der Kirgisischen Republik kommentierte die Informationen internationaler Medien über den Ausbruch einer Hantavirus-Infektion auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das die Route Ushuaia (Argentinien) — Kapverdische Inseln befuhr.**
Laut dem Department für Krankheitsprävention und staatliche sanitäre-epidemiologische Überwachung bleibt die epidemiologische Situation bezüglich Infektionskrankheiten im Land stabil, die Überwachung läuft täglich weiter. Nach Einschätzung der Experten ist das Risiko der Einfuhr einer Hantavirus-Infektion nach Kirgisistan extrem niedrig, und es besteht keine Bedrohung für die Bevölkerung und Touristen.
Das Ministerium betonte, dass es keinen Grund zur Panik gibt: Das Infektionsrisiko für die meisten Menschen bleibt minimal, und die Einhaltung einfacher Präventionsmaßnahmen reduziert die Infektionswahrscheinlichkeit effektiv. Gleichzeitig empfiehlt das Gesundheitsministerium Vorsicht bei Ausflügen in die Natur und Kontakt mit Orten, an denen Nagetiere leben könnten.
**Was ist Hantavirus**
Hantavirus ist eine Gruppe von Viren, die hauptsächlich unter Nagetieren zirkulieren und unter bestimmten Bedingungen auf den Menschen übertragen werden können. Die Hauptüberträger sind Mäuse, Wühlmäuse, Ratten und andere kleine Säugetiere.
Es wird bemerkt, dass die Tiere selbst keine Krankheitssymptome zeigen können, aber Virusträger sein und es über Urin, Speichel und Exkremente in die Umwelt abgeben können.
Der Virus erhielt seinen Namen vom Hantan-Fluss in Südkorea, wo in den 1970er Jahren erstmals ein infiziertes Nagetier entdeckt wurde.
**Mögliche Infektion des Menschen:**
-durch Einatmen von Staub, der mit Ausscheidungen infizierter Nagetiere kontaminiert ist;
-durch Kontakt verletzter Haut oder Schleimhäute mit Nagetierausscheidungen;
-durch Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder Wasser;
-selten — durch Bisse von Nagetieren.
Für die meisten Hantaviren ist die Übertragung von Mensch zu Mensch nicht typisch. Eine Ausnahme sind bestimmte südamerikanische Stämme, wie das Andes-Virus.
**Symptome der Erkrankung**
In den anfänglichen Stadien kann die Erkrankung an Grippe erinnern: Fieberanstieg, Fieber, Schwäche, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen. Hantavirus kann auch schnell fortschreiten. In schweren Fällen kann eine akute Atemnot und Nierenschäden auftreten.
Das Gesundheitsministerium merkte an, dass bei Auftreten von hohem Fieber, starker Schwäche, Muskelschmerzen, Husten, Atembeschwerden, insbesondere nach Kontakt mit Nagetieren oder Reisen in Risikogebiete, ein Arzt aufgesucht werden sollte, und bei Atembeschwerden sofort den Notarzt rufen.
Laut der Weltgesundheitsorganisation, die am 8. Mai auf einer Pressekonferenz in Genf mitgeteilt wurde, bleibt das Risiko der Ausbreitung von Hantavirus unter der breiten Öffentlichkeit extrem niedrig. Die WHO betonte auch, dass die Situation nichts mit der COVID-19-Pandemie zu tun hat.
Es wird präzisiert, dass acht Infektionsfälle registriert wurden, einschließlich fünf laborbestätigter und drei vermuteter. Sogar das Zusammenleben in einer Kabine führte, nach Aussage eines WHO-Vertreters, nicht immer zur Übertragung der Infektion, was erneut ihre extrem begrenzte Fähigkeit zur Übertragung von Mensch zu Mensch demonstriert.
Die WHO koordiniert weiterhin Maßnahmen zur Reaktion auf den Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff, das vor der Küste der Kapverden vor Anker liegt.
**Wie schützt man sich?**
Derzeit gibt es keinen spezifischen Impfstoff gegen Hantavirus. Die Hauptpräventionsmaßnahme ist die Vermeidung von Kontakt mit Nagetieren und ihren Ausscheidungen.
**Empfohlen:**
— Kontakt mit wilden Nagetieren vermeiden;
— Geschlossene Räume vor der Reinigung lüften;
— Handschuhe und Masken bei der Reinigung potenziell kontaminierter Räume verwenden;
— Nicht in verlassenen Scheunen, Waldhütten, Heu- oder Strohstapeln übernachten, ohne vorherige Reinigung;
— Lebende oder tote Nagetiere nicht mit bloßen Händen berühren;
— Wasser nur aus geprüften Quellen trinken und bei Bedarf abkochen;
— Lebensmittel in luftdichten Behältern lagern, außer Reichweite von Nagetieren.
**Empfehlungen für Touristen**
Vor Reisen wird empfohlen: Die epidemiologische Situation im Zielland im Voraus zu klären, grundlegende Schutzausrüstung (Desinfektionsmittel, medizinische Masken oder Atemschutzmasken, Handschuhe) bei sich zu haben.
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