Unabhängiger Forscher und Kandidat der historischen Wissenschaften Alexander Kamyшев bat während einer Expertenbesprechung des Generalplans für Bischkek bis 2050 die Entwickler, das Schicksal des einzigartigen archäologischen historischen Denkmals – der „Schmiedefestung“ im Stadtzentrum – zu klären. Vertreter des Bürgermeisteramts und die Entwickler versicherten, dass das Objekt erhalten bleiben wird.
„Früher haben Sie in Ihrer Präsentation zum Umweltblock und zur Tourismusentwicklung erwähnt, dass die Stadt Orte braucht, die Touristen halten könnten. Heute verbringen Touristen sehr wenig Zeit in der Hauptstadt, und sie brauchen spezielle Objekte zum Besuchen – interessante und bequeme. Ich bin voll und ganz der Meinung, dass die ‚Schmiedefestung‘ zu einer echten Mekka des Tourismus für Kirgisistan und Bischkek werden kann. Auf dieses Objekt muss Aufmerksamkeit gelenkt und Mittel für seine Restaurierung bereitgestellt werden“, betonte Alexander Kamyшев.
Er erinnerte daran, dass kürzlich im Zentrum von Bischkek die zweite Saison archäologischer Ausgrabungen der „Schmiedefestung“ – eines Denkmals, das von der Regierung Kirgisistans finanziert wird – abgeschlossen wurde. Die gefundenen Artefakte ermöglichten sensationelle Schlüsse über die alte Geschichte der Hauptstadt. „Münzen und Gegenstände, die in der ersten Hälfte des 7. bis Anfang des 9. Jahrhunderts hergestellt wurden, deuten darauf hin, dass die Siedlung, die Historiker mit der Stadt Jul identifizieren, die in frühmittelalterlichen Handschriften erwähnt wird, über 1400 Jahre alt ist. Das genaue Gründungsdatum ist noch nicht festgelegt. Vor uns liegt die Reinigung der Kulturschicht bis zum natürlichen Boden, wo neue Entdeckungen warten könnten“, fügte der Wissenschaftler hinzu.
Früher berichtete VB.KG über das traurige Schicksal der mittelalterlichen Siedlung, auf deren Stelle die Kokanden vor genau 200 Jahren die Pischpek-Festung errichteten. Im Jahr 1862 belagerten die Chu-Kirgisen, die sich gegen die Unterdrückung der Kokanden-Feudalherren auflehnten, die Festung und sandten einen Boten um Hilfe nach Verny (heute Almaty).
Heute leidet das archäologische Denkmal im Zentrum von Bischkek unter jahrelangen Müllhalden. In den 1980er Jahren wurden Tausende Kubikmeter Bauschutt und Haushaltsabfall auf dem Gelände ehemaliger Erdhütten abgeladen, weshalb eine Räumung des Gebiets dringend notwendig ist.
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