Schneeleopard – Wächter der Berge und Inspiration für nachhaltigen Tourismus in Kirgisistan

Heute, an dem Tag, an dem der Planet den Welt-Sustainable-Tourism-Tag feiert, ehrt Kirgisistan den Schneeleoparden, oder Irbis, der für dieses Land zu einem Symbol der unberührten Natur, des nationalen Stolzes und eines Schlüssels für die Entwicklung ökologisch und sozial verantwortungsvollen Tourismus geworden ist.

In vielen Ländern, einschließlich Indien, Mongolei, China und Pakistan, ist das Beobachten von Schneeleoparden zu einer gefragten Richtung des Ökotourismus geworden. Inspiriert von diesen Beispielen hat die Snow Leopard Foundation in Kirgisistan 2023 mit der Unterstützung des United Nations Development Programme (UNDP) das Projekt „Schneeleoparden-Touren – Schlüssel zum Erhalt der lokalen Natur“ erfolgreich umgesetzt.

Das Projekt bildete die Grundlage für die Entwicklung ethischen Tourismus im Sarychat-Eertash-Naturreservat. Schulungen für Wildhüter und Bewohner der umliegenden Gemeinden wurden durchgeführt, und notwendige Ausrüstung wurde angeschafft: von Zelten und Jurten bis zu Solarstationen und Packtaschen. All dies ermöglichte die Organisation komfortabler und ökologisch sicherer Bedingungen zur Beobachtung der Wildnis.

Heute finden solche Touren von Mitte Herbst bis Ende Winter statt. In zwei Saisons nach Projektabschluss besuchten etwa 10–12 Gruppen (ca. 60–70 Personen) das Reservat und die angrenzenden Grenzgebiete, einschließlich der Schluchten Zhangart und Ak-Shyyrak.

„Im Gegensatz zu anderen Naturtouren berücksichtigen wir in unseren Schneeleoparden-Touren die Kapazität des Reservats und der lokalen Natur. Die Gruppengröße überschreitet nicht sechs Personen, und das Reservat wird nicht gleichzeitig von mehreren Gruppen besucht“, bemerkt Zhumabay uulu Kubanychbek, Direktor der Snow Leopard Foundation in Kirgisistan.

Seit 2025 trägt jeder Tourist 100 Dollar zum Naturschutzfonds der lokalen Gemeinde bei. Diese Mittel unterstützen Wildhüter, die Entwicklung der Infrastruktur und Anreize für den Naturschutz. Bei nachhaltigem Tourismusfluss könnte der Beitrag jährlich 7000 Dollar erreichen – eine spürbare Hilfe für abgelegene Regionen des Landes.

Die Einnahmen aus jeder Tour betragen drei- bis viertausend Dollar, wobei die Dienstleistungen ausschließlich von Einheimischen erbracht werden: Wildhüter, Führer, Köche und Gastgeber von Gästehäusern.

Wichtig zu betonen: Es geht um behutsame und unaufdringliche Beobachtung wilder Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. In solchen Touren streben Touristen danach, seltene Aufnahmen des Schneeleoparden sowie anderer Raubtiere – Wölfe, Bären, Pallas-Katzen und große Aasfresservögel – festzuhalten. Raubtiere wie Wölfe und Füchse, die zuvor in dieser Region als „schädlich“ galten, sind durch die Touren zu wertvollen und attraktiven Objekten geworden.

Die Touren haben dem Reservat ermöglicht, die Infrastruktur zu verbessern, während der Servicelevel und die Tourkosten steigen. Wildhüter und lokale Führer sind erfahrener geworden, und die Statistik zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Schneeleoparden während einer Tour zu sehen, 90 Prozent erreicht hat – ein Wert, der selbst nach globalen Standards einzigartig ist.

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